Kosmetik Selbermachen



Kosmetik Selbermachen


Hausapotheke

Mückenschutz
Nasenpflege
Zahnfleischgesundheit

Es gibt viele Unpässlichkeiten im täglichen Leben, die gelindert werden können, ohne dass direkt Medikamente oder die chemische Keule hervorgeholt werden muss. Es ist bei leichten Beschwerden auf jeden Fall immer einen Versuch wert, es ohne Medikamente oder Chemie zu versuchen.

Sämtliche Vorschläge ersetzen nicht den Gang zum Arzt und den verantwortungsvollen Umgang mit den jeweiligen Beschwerden. Meine Kosmetik übernimmt diesbezüglich keinerlei Haftung.

Mückenschutz

Der Mückenschutz ist jedes Jahr wieder ein leidiges Dauerthema und die Medien sind voll von nützlichen und weniger nützlichen Tipps. Mücken- und andere Insektenstiche sind ein lästiges Übel, welches jeden Sommer die einen mehr, die anderen weniger plagt. Man muss auch keine handfeste Allergie gegen die Stiche haben, damit sie dick anschwellen, bis zu einer Woche jucken und einfach keine Ruhe geben.

Vorbeugung:

Daher ist die Vorbeugung natürlich der beste Weg, um unerwünschte Stiche zu vermeiden. Wer auf natürliche Vorsorge setzt, sollte am besten mehrere Mittel kombinieren. So kann die Wirkung mit den gekauften, chemischen Mitteln durchaus mithalten. Dies zumindest außerhalb der Tropen.

Kokosöl:

Kokosöl ist wohl der am besten verträgliche Mückenschutz und als reines Öl auch für Babys und Kleinkinder geeignet. Die im Öl enthaltene gesättigte Fettsäure Laurinsäure hilft, die Mücken abzuhalten. Am einfachsten kann man das Kokosöl pur auftragen. Das geht wunderbar direkt nach dem Duschen, oder auch zwischendurch. Bei Zimmertemperatur ist das Öl fest, so dass es auch pur sehr gut dosiert werden kann. Neben dem Mückenschutz pflegt das Kokosöl auch empfindliche Haut und macht sie weich und geschmeidig. Eine leichtere Wirkung kann auch mit einer Creme aus Kokosöl erzielt werden.

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Selbstgemachtes Anti-Mückenspray

Das Mückenspray besteht aus einer Wasserphase, die mit 20 % kosmetischem Basiswasser konserviert wird und seine Wirkung durch ätherische Öle erhält. Wenn man diese Mischung vor Gebrauch gut schüttelt, braucht man keinen Lösungsvermittler.

Hier können Sie die Menge verändern, und die benötigen Zutaten automatisch berechnen lassen.

Die Gesamtmenge dieses Rezeptes beträgt ca.: ml

ml Kosmetisches Basiswasser
Tr. ätherishes Öl Citronella
Tr. ätherishes Öl Lavendel
ml abgekochtes, erkaltetes Wasser

Die Öle im kosmetischen Basiswasser lösen, die Mischung mit Wasser auffüllen, in eine Sprühflasche geben - und fertig ist das Anti-Mückenspray. Das Spray kann immer wieder großflächig aufgetragen werden.
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Spitzwegerichextrakt statt Wasser:

Spitzwegerich wächst so ziemlich auf jeder Grünfläche und ist eines der am meisten verbreiteten Wildkräuter. Wichtig ist, dass man sich zum Sammeln ungespritzte Grünflächen aussucht. Als Extrakt hilft er zusätzlich, Mücken und Co. in Schach zu halten. Außerdem hat er eine juckreizstillende, abschwellende und antiseptische Wirkung, die bei bereits bestehenden Stichen hilft.

     1 Hand voll Spitzwegerich
     80 ml Wasser

Spitzwegerich grob zerkleinern, in einen Mixer geben, mit kochendem Wasser übergießen, mixen (es geht auch ein Passierstab) und 5 Minuten ziehen lassen. Die Mischung mit Tee- oder Kaffeefilter abseihen, abkühlen lassen und dann als Wasserphase für das obige Rezept verwenden.

Mechanische Vorbeugung

Gerade in der Dämmerung hilft lange Kleidung
Mückennetze über dem Bett und Mückengitter an den Fenstern
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Hilfe, wenn es doch einmal zu einem Stich gekommen ist:

Hitze:

Entgegen der weit verbreiteten Ansicht, dass bei einem Stich Kälte beim Abschwellen hilft, ist genau das Gegenteil der Fall. Hitze sorgt dafür, dass sich die Stoffe zersetzen, die die Schwellung und das Jucken verursachen. Es gibt batteriebetriebene Stäbe, mit denen man die Stiche mit Hitze behandeln kann. Andere erhitzen eine Münze mit dem Feuerzeug, was aber leicht zu Verbrennungen führen kann. Meiner Meinung geht es am leichtesten mit dem Feuerzeug selbst: Man lässt es ein paar Sekunden brennen, testet mit dem Finger, ob es vorne, wo die Flamme raus kommt, gerade erträglich heiß ist, und drückt dies dann leicht auf den Stich. Diesen Prozess gegebenenfalls ein paar Mal wiederholen.

Alternativ kann auch eine Ecke eines Waschlappens oder anderen Tuchs in ca. 60°C heißes Wasser getaucht und dann auf den Stich platziert werden. Diese Methode eignet sich besonders gut, wenn der Stich bereits aufgekratzt oder verschorft ist. Außerdem kann die Hitzeanwendung so großflächiger erfolgen, was besonders angenehm ist, wenn man mal wieder als Festmahl gedient hat und direkt einen ganzen Haufen Stiche an einer Stelle hat.
Kälte:

Auch Kälte hilft, wenn es bereits zu einer starken Schwellung gekommen ist. Besonders gute Linderung verschafft in diesem Fall eine Quarkauflage. Diese kühlt und wirkt gleichzeitig abschwellend.

Heilerde:

Die in der Heilerde enthaltenden Mineralien helfen ähnlich wie Quark. Besonders gut wirkt sie, wenn die Erde mit Salzsohle (siehe unten) gemischt wird. Dazu
     1 Teel. Heilerde mit
     1 Teel. Salzsohle mischen und auf den Stich auftragen.

Desinfektion:

Leider kann man nicht immer vermeiden, dass man Stiche aufkratzt. Oft geschieht dies ganz unbeabsichtigt in der Nacht, oder wenn man es einfach nicht mehr aushält. Ganz wichtig ist es, die Stiche zu desinfizieren, wenn man gekratzt hat, damit es nicht zu Entzündungen oder schlimmeren kommt. Hierfür kann man Alkohol, oder - vor allem bei Kindern - Desinfektionsmittel aus der Apotheke verwenden, die keinen Alkohol enthalten.

Lindernde Gele:

In der Apotheke ist eine Vielzahl von Gelen erhältlich, welche den Juckreiz und die Schwellung lindern sollen. Hier muss jeder selbst schauen, welches am besten hilft. Wer schon alles durch hat und noch nichts gefunden hat, was hilft, kann es einmal mit Combudoron® Gel versuchen. Auch wenn ich strickt gegen Werbung auf diesen Seiten bin, mache ich diesen Hinweis gerne, da dies das einzige Mittel ist, welches mir ein bisschen Linderung verschafft und nicht alles nur noch verschlimmert.
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Nasenpflege

Oft sind zu trockene Nasenschleimhäute der Grund dafür, dass man nicht richtig durchatmen kann. In diesem Fall sind abschwellende Nasensprays eher kontraproduktiv und Salzwassersprays besser geeignet. Diese können ganz leicht und ohne Konservierungsstoffe selber hergestellt werden.

Salzsohle

Am einfachsten geht dies, wenn man zunächst eine Salzsohle herstellt, die für eine Vielzahl von Anwendungen verwendet werden kann. Der große Vorteil der Sole ist, dass diese nahezu unbegrenzt haltbar ist und eine klar definierte Salzkonzentration von ca. 26 % (Massenprozent) hat. Dies entspricht ca. 359 g/l bei 25 °C. Zwar weicht die Konzentration je nach Temperatur minimal ab, aber die 26 % sind ein guter Richtwert, um damit zu rechnen.

     100 g Kochsalz, oder Salz vom Rande des Himalaja. Wichtig ist, dass das Salz keine Rieselhilfen etc. enthält.
     250 ml abgekochtes Wasser

Salz in ein sauberes Glas geben und mit Wasser auffüllen. Die Lösung ist gesättigt, wenn unten im Glas noch etwas Salz vorhanden ist. Dies sollte man sicherstellen und gegebenenfalls noch etwas Salz nachstreuen.
Von dieser Sohle kann man zum Dosieren etwas in eine Braunglas-Tropfflasche abfüllen.

Nasenspray

Für 8,5 ml Nasenspray 8 ml Wasser und 5-6 Tropfen Salzsohle verwenden. Dies kann direkt in einer sauberen Nasensprayflasche (gibt es in der Apotheke, oder bei entsprechender Nachfrage auch bald hier) gemischt werden. Möglich ist auch eine Anwendung mit der Pipette oder einem Teelöffel.
Wer möchte, kann noch 5 Tr. Aloe Vera 10 fach hinzu geben.
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Zahnfleischgesundheit

Schwarzkümmelöl ist ein sehr wirksames Mittel bei allen Arten von Zahnfleischirritationen. Der leicht pfeffrige Geschmack ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber meiner Meinung nach nicht unangenehm. Ich habe verschiedene Methoden getestet und möchte hier meine 3 Favoriten vorstellen.

1. Ölziehen

Wenn man die volle Kraft eines Öls für die Zahn- bzw. Zahnfleischpflege nutzen möchte, bietet sich das klassische Ölziehen wohl am ehesten an. Allerdings ist es nicht jedermann Sache, ein Öl mehrere Minuten im Mund zu halten und zwischen den Zähnen hin und her zu ziehen. Zudem hat Schwarzkümmelöl einen recht intensiven Eigengeschmack. Aufgrund der unmittelbaren Wirkung ist es aber auf jeden Fall einen Versuch wert.

Den Eigengeschmack kann man abmildern, indem man das Schwarzkümmelöl zu gleichen Teilen mit Kokosöl mischt, welches zuvor etwas erwärmt wurde. Je nach Badezimmertemperatur ist diese Mischung mal ganz flüssig und mal etwas fester, was die Wirkung aber nicht beeinflusst.

Man nimmt also ca. 1 Esslöffel des Schwarzkümmelöls oder der Mischung in den Mund und kaut und zieht es so lange hin und her, wie es geht. Mindestens 3, aber auch gerne 10 Minuten. Wichtig ist, das Öl hinterher keinesfalls herunter zu schlucken, sondern dies nach der Anwendung am besten in einem Taschentuch und dem Hausmüll zu entsorgen. Danach den Mund gut mit lauwarmem Wasser ausspülen. Ob man sich die Zähne vorher oder nachher putzt, bleibt jedem selbst überlassen. Je länger das Öl im Mund wirken kann, desto besser.

2. Ölgel für die Zahnbürste

Mit Ceralan kann man ein Schwarzkümmelöl-Gel herstellen, das auf eine weiche Zahnbürste gegeben und in die Zähne einmassiert werden kann. Zu beachten ist, dass dieses Gel nicht wie eine herkömmliche Zahnpasta schäumt, was mich persönlich aber nicht stört.

50 ml Schwarzkümmelöl
3-4 g Ceralan

Schwarzkümmelöl erwärmen und darin das Ceralan lösen.

3. Kombination mit Zahnpasta

Die Kombination von Schwarzkümmelöl mit Zahnpasta ist wohl die einfachste Variante, bei der man sich am wenigsten umgewöhnen muss. Man muss nichts zusammen rühren und kann die Wirkung des wertvollen Öls tropfenweise testen.

Dazu einfach ein paar Tropfen Schwarzkümmelöl auf die Zahnbürste geben und dann wie gewohnt die Zahnpasta auf der Bürste verteilen. Man kann sich so ganz normal die Zähne putzen. Natürlich schmeckt man das Schwarzkümmelöl etwas durch und je nach Zahnpasta kann sich die Schaumbildung reduzieren, aber das stört nicht sonderlich.

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